Das Briefing klang nach einer Identitätskrise: Porsche Design wollte einen Flagship-Store, der gleichzeitig Community-Hub, Event-Space, Car-Showroom und interaktive Verkaufsfläche ist. Normalerweise führt das zu einem technologischen Messie-Haushalt, in dem sich die Gewerke gegenseitig die Show stehlen.
Statt den Store mit Einzellösungen vollzustopfen, haben wir ein technisches Triptychon aus LED-Matrix, 16:9 Screen und interaktiven Tables geschaffen, das je nach Modus seine DNA ändert. Das Herzstück ist eine animierbare LED-Matrix hinter der Softbox-Decke. Im Standard-Betrieb inszeniert sie die ikonische Porsche-Flyline auf dem Fahrzeugkörper – wie nächtliche Straßenlaternen im Vorbeifahren.
Sobald die Community übernimmt, transformiert sich das Licht-Setup zusammen mit der zentralen LED-Wall zum immersiven Keynote-Setting oder zum visuellen Anker für Konzerte. Die Technik ist hier kein Selbstzweck, sondern ein Chamäleon: Die LED-Wall liefert tagsüber die emotionale Ego-Perspektive für das Car-Highlight und abends die Bühne für den Speaker.
Wir haben die Hardware-Implementierung reduziert und die Experience maximiert. Ein Screen, der weiß, wann er die Klappe halten und wann er glänzen muss. Das ist der wahre Luxus – besonders, wenn er nach 911er aussieht. Wer braucht schon fünf Räume, wenn ein intelligentes Licht-Konzept effizienter Luxus ist?