Die Aufgabe war ein Klassiker des interaktiven Retail-Designs: Ein Produkttisch, der erkennt, was auf ihm liegt. Die Standard-Antwort? RFID. Doch wer das Sortiment von Läderach kennt, weiß: Hundert Produkte, kleinteilige Pralinen. Jedem Stück einen RFID-Chip zu verpassen, ist logistischer Selbstmord und ein haptisches Desaster.
Statt die Schokolade mit Hardware vollzustopfen, haben wir die Intelligenz in den Tisch verlagert. Wir nutzen Technologie als Befreier: Ein KI-gestütztes System identifiziert jedes Objekt ohne zusätzliche Hardware-Kennzeichnung. Produkt auflegen, Story genießen. Die Interaktion ist nahtlos und unmittelbar. Der Kunde soll nur die Frische der Schokolade spüren, nicht die Kälte der Platine.
Jedes neue Produkt im Laden funktioniert sofort, ohne dass die Logistik-Kette von Läderach zum Tech-Dienstleister werden muss. Diese Technologie ist so effizient, dass wir sie direkt als Kern-Modul in den Porsche Design Store-Case überführt haben. Wir haben den Tisch von der analogen Fessel des RFID-Chips befreit.
Gute Retail-Technologie ist wie ein Kellner: Sie ist da, wenn man sie braucht, bleibt aber ansonsten unsichtbar. Ergebnis: Ein System, das mit dem Sortiment wächst, statt es durch technische Hürden einzubremsen. Totale Skalierbarkeit statt technischer Sackgasse.